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Toleranz

"Wir denken und lassen denken und bestehen nur auf einem: dem Glauben, der durch die Liebe tätig ist."

John Wesley (1703 - 1791)

Dienstag 05. Februar 2019 06:30Alter: 13 days
/ Kategorie: Aus den Gemeinden

Methodisten in St. Gallen zeigen textile Kunstwerke

Gut 60 Interessierte fanden sich am 1. Februar zur Vernissage der Ausstellung STICHundWORTFEST in der Methodistenkirche in St. Gallen ein und erlebten einen anregenden und vielfältigen Abend. Im Mittelpunkt des Interesses standen die textilen Bilder von Yvonne Berther.

Die Künstlerin (l.) im Gespräch mit Besucher/innen. (Bild: zVg)

Die Künstlerin Yvonne Berther aus Neftenbach kann ohne Stoff nicht leben. Der Umgang mit Textilien wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. In ihrem Elternhaus gab es immer ein Nähzimmer, das sie bald schon rege nutzte. Bei einem Kanada-Aufenthalt lernte sie die Tradition des Quiltens kennen. In Studienkursen erweiterte sie ihr Spektrum der Stoffbearbeitung. Sie fand zu neuen Ausdrucksformen, begann die Textilien selbst zu färben und zu bedrucken, kombinierte verschiedenste Materialen und Verarbeitungsweisen miteinander. Die Bilder, die bei ihr so entstehen, haben an Tiefe und Dynamik gewonnen, sind vielschichtig geworden.

 

Bilder mit Botschaft
Alle Werke sind sehr sorgfältig und sauber verarbeitet. Alles ist gewollt, selbst das, was einen Betrachter stören könnte. Und jedes Bild transportiert eine Botschaft, trägt einen Titel, will zum Nachdenken anregen. So war eines der Werke an einer Wanderausstellung in verschiedenen Ländern Europas zu sehen, und machte auf die prekären Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie aufmerksam.

 

Für Mütter in Bolivien

Einige der Exponate wurden von ihr speziell für die Ausstellungsräume in der Kapellensasse 6 in St. Gallen entworfen. Das dreiteilige Altarbild etwa, inspiriert von einem Text Jochen Kleppers. An der Vernissage schnell verkauft war das «St. Gallen ist SPITZE» benannte Werk. Gleich auf den ersten Blick fallen die darin verarbeitete St. Galler Stickereien auf – eine Würdigung der Maschinenstickerei-Tradition der Stadt. Ein Drittel aus dem Verkauf der textilen Werke kommt alleinerziehenden Müttern in Bolivien zugute. Die Frauen in La Paz erhalten eine Nähausbildung, die ihnen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglicht.

 

Die Ausstellung besuchen
Betrachtet werden können die Werke in den Räumen der Methodistenkirche in St. Gallen den ganzen Februar hindurch: Montag bis Freitag von 16-20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13-16 Uhr.

 

Jörg Niederer

 

Webseite der EMK St. Gallen

Webseite der Künstlerin


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